Süßwaren-Aktionen am POS: Saisonhöhepunkte effizient steuern
Ostern, Halloween und das Weihnachtsgeschäft sind für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sowie Drogeriemärkte die umsatzstärksten Phasen des Jahres. Bis zu 35 Prozent des Jahresumsatzes der Kategorie Süßwaren werden in wenigen Wochen generiert. Wer in diesem engen Zeitfenster Regallücken oder unvollständig aufgebaute Zweitplatzierungen riskiert, verliert Umsatz an den Wettbewerb. Die Herausforderung liegt darin, die logistische Kette lückenlos bis auf die Verkaufsfläche zu verlängern.
Herausforderung Zweitplatzierung: Timing und Displayaufbau im LEH
Saisonale Süßwaren sind Impulskaufartikel. Rund 70 Prozent der Kaufentscheidungen fallen spontan am Point of Sale (POS). Deshalb entscheiden Sichtbarkeit und Platzierung über den Abverkaufserfolg.
Der Aufbau von Saison-Displays muss punktgenau erfolgen. Steht die Ware drei Tage zu spät auf der Fläche, verstreicht wertvolle Zeit der Vorabverkäufe. Steht sie falsch platziert – etwa abseits des Kundenlaufstroms –, sinkt die Umschlaggeschwindigkeit drastisch.
Wichtige Faktoren für die Aktionssteuerung:
- Planogramm-Konformität: Vorgeschriebene Bestückungen müssen exakt nach Vorgabe der Marke umgesetzt werden.
- Platzierungsort: Platzierungen am Gondelkopf, in der Kassenzone oder in zentralen Aktionsstraßen bringen bis zu 40 Prozent mehr Abverkauf als Nebenplatzierungen.
- Vollständigkeit: Ein unvollständiges Display wirkt ungepflegt und senkt die Kaufbereitschaft.
Da das Marktpersonal in Stoßzeiten oft durch das Tagesgeschäft gebunden ist, bleibt der fristgerechte Aufbau häufig auf der Strecke.
FEFO-Prinzip und MHD-Kontrolle bei Saisonware
Ein unterschätztes Risiko bei umsatzstarken Süßwaren-Aktionen ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Da Saisonartikel eine begrenzte Vermarktungsdauer haben, muss nach dem FEFO-Prinzip (First Expired, First Out) gearbeitet werden. Restbestände aus früheren Lieferungen dürfen nicht hinter neu angelieferten Displays blockiert werden.
Ein strukturiertes Vorgehen umfasst:
- Laufende MHD-Prüfung: Regelmäßige Kontrolle der Bestände auf der Fläche.
- Aktives Umpacken: Zusammenlegen von Anbrüchen auf zentrale Restplatzierungen kurz vor dem Stichtag.
- Reduzierungs-Strategien: Vorbereitung von Preisaktionen für die letzten 48 Stunden vor dem Saisonende, um Remissionen zu minimieren.
In diesem Prozess stellt CreativeShop durch geschultes Merchandising-Personal sicher, dass die Haltbarkeiten fortlaufend überwacht und Abverkäufe durch saubere Schichtung optimiert werden.
Effizientes Rackjobbing als Umsatzhebel auf der Fläche
Die beste Zentrallogistik ist wirkungslos, wenn die Ware im Lager des Marktes steht, statt im Regal zu greifen ist. Out-of-Stock-Raten von über 8 Prozent sind an stark frequentierten Einkauftagen wie Gründonnerstag oder dem 23. Dezember im LEH keine Seltenheit.
Hier setzt professionelles Rackjobbing an: Externe Serviceteams übernehmen die Verantwortung für die Regalfläche und Aktionsdisplays direkt im Markt. Sie packen Ware nach, halten Ordnung und korrigieren Fehlplatzierungen. Wenn Sie Engpässe vermeiden und Ihre Regallückenquote auf unter 2 Prozent senken wollen, finden Sie über unsere Leistungen im Rackjobbing passende Lösungen für Norddeutschland.
Durch die Entlastung des Marktpersonals wird sichergestellt, dass Aktionsware auch bei hohem Kundenaufkommen stets greifbar bleibt.
Datenbasierte Nachbereitung: Nach der Saison ist vor der Saison
Direkt nach dem Saisonhöhepunkt muss die Aktionsfläche schnellstmöglich für das nachfolgende Thema geräumt werden. Gleichzeitig liefert der Abbau wertvolle Daten für das kommende Jahr.
Ein systematisches Debriefing sollte folgende Punkte erfassen:
- Wie hoch war der tatsächliche Abverkauf pro Display-Typ?
- Gab es regionale Unterschiede in der Umschlaggeschwindigkeit?
- Welche Märkte zeigten die höchsten Fehlbestände?
CreativeShop unterstützt Hersteller und Category Manager nicht nur bei der Umsetzung, sondern auch bei der Dokumentation der Flächenpräsenz mittels Fotodokumentation und Kennzahlen.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie kurzfristig kann der Displayaufbau für Saisonaktionen gebucht werden?
Für bundesweite oder regionale Schwerpunktaktionen im LEH empfiehlt sich ein Vorlauf von 4 bis 6 Wochen. Bei kurzfristigen Engpässen können flexible Serviceteams den Aufbau oft innerhalb weniger Werktage übernehmen.
Wie wird die Einhaltung von Planogrammen am POS kontrolliert?
Die Kontrolle erfolgt direkt vor Ort durch geschulte Merchandiser. Mithilfe mobiler Datenerfassung und digitaler Fotodokumentation wird der IST-Zustand des Displays mit dem SOLL-Planogramm abgeglichen und direkt an das Reporting-System übermittelt.
Was passiert mit Restbeständen nach Ablauf des Saisonhöhepunktes?
Restmengen werden gebündelt, auf verbleibende Standard-Regalmeter verteilt oder nach Abstimmung mit dem Marktleiter für den Abverkauf rabattiert. Ziel ist eine Remissionsquote von nahe 0 Prozent.
Wenn Sie Ihre nächsten Saisonspitzen im Lebensmitteleinzelhandel ohne Verluste realisieren möchten, können Sie bei uns direkt anfragen.

