Plant-based Sortimente: Regalpflege & Erfolg im LEH
Im Januar erlebt die Warengruppe der pflanzlichen Alternativen durch Initiativen wie den Veganuary regelmäßige Nachfragespitzen. Sobald der Februar bricht, verändert sich das Einkaufsverhalten im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) spürbar. Die hohe Probierintensität der Erstkäufer weicht dem regulären Wiederholungskauf. Im Februar 2026 treffen der Ausklang der Winterwochen, saisonale Anlässe wie Valentinstag und die Karnevalstage zusammen. Für Category Manager und Vertriebsleiter bedeutet diese Phase ein erhöhtes Risiko für Warenausfall und Out-of-Stock-Situationen, wenn die Regalpflege nicht präzise nachjustiert wird.
Der Februar-Effekt: Absatzzahlen nach dem Veganuary stabilisieren
Nach dem Aktionsmonat Januar sinkt der Abverkauf bei vielen Plant-based-Artikeln erfahrungsgemäß um 15 bis 25 Prozent auf ein stabiles Grundniveau. Viele Marktmanager reduzieren in dieser Zeit die Regalflächen für pflanzliche Ersatzprodukte oder vernachlässigen den Nachbestellprozess.
Um den erreichten Umsatzzuwachs zu halten, ist eine konsequente Überprüfung der Facing-Zahlen erforderlich. Wenn Probier-Listungen aus dem Januar im Regal verbleiben, ohne dass die Umschlaggeschwindigkeit passt, droht Ladenhüter-Präsenz. Herstellermarken müssen jetzt sicherstellen, dass Top-Seller (Kernsortiment wie Haferdrinks, pflanzliches Hack oder Blockkäse-Alternativen) die vereinbarten Regalmeter einnehmen und B- und C-Artikel geordnet ausgewechselt werden.
MHD-Management und FEFO bei pflanzlichen Alternativen
Pflanzliche Frischeprodukte – insbesondere Alternativen zu Joghurt, Quark und Feinkost – weisen oft kürzere Restlaufzeiten auf als konventionelle Molkereiprodukte. Nach dem Nachfragepeak im Januar stehen Ende Januar gelieferte Chargen im Februar vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD).
Ein strukturiertes Vorgehen nach dem FEFO-Prinzip (First Expired, First Out) ist im Februar zwingend notwendig:
- Tägliche Frischekontrolle: Pflanzliche Frischeartikel müssen systematisch im Kühlregal vorgerückt werden.
- Verfallsdaten dokumentieren: Artikel mit weniger als 5 Tagen Restlaufzeit erfordern ein frühzeitiges Umpositionieren oder die Abstimmung von Rabattaktionen mit dem Marktleiter.
- Vermeidung von Altware: Stehen abgelaufene Artikel im Regal, sinkt das Vertrauen der Konsumenten in die gesamte Warengruppe nachhaltig.
Durch eine professionelle Außendienstunterstützung lassen sich Abschreibungsquoten im Kühlregal nachweislich unter 2 Prozent halten. Erfahren Sie mehr darüber, wie unsere Leistungen im Rackjobbing Sie bei der täglichen Marktbetreuung und MHD-Prüfung entlasten.
Zweitplatzierungen für Valentinstag und Karneval nutzen
Der Februar 2026 bietet zwei klare Konsumanlässe, die auch für Plant-based-Marken Potenzial bieten:
- Valentinstag (14. Februar): Der Fokus liegt auf Premium-Segmenten. Pflanzliche Desserts, Veggie-Pralinen und vegane Eissorten profitieren von impulsstarken Zweitplatzierungen nahe der Süßwaren- oder Feinkostabteilung.
- Karneval / Fasching: In der Karnevalswoche steigen die Verkäufe von Convenience-Produkten, Snack-Artikeln und pflanzlichem Fingerfood. Fertig hergerichtete Aufsteller und Chep-Displays im Eingangsbereich oder vor der Kühlgondel sichern Spontankäufe.
Die Praxis zeigt: Ein Display, das nicht spätenstens am Vortag der Aktion vollständig aufgebaut und mit Preisauszeichnung versehen ist, verliert bis zu 40 Prozent des möglichen Aktionsumsatzes. CreativeShop übernimmt im norddeutschen Raum den termingerechten Display-Aufbau und die Bestückung direkt am Point of Sale.
Planogramm-Treue sichern und Out-of-Stock vermeiden
Ein häufiges Problem im Februar ist das sogenannte „Spillover-Filling“: Lücken im Plant-based-Regal werden vom Marktpersonal eigenmächtig mit konventionellen Produkten aufgefüllt. Die Folge ist der Verlust der Sichtbarkeit der Marke und ein Verstoß gegen bestehende Planogramm-Vereinbarungen.
Regelmäßige Audits und visuelle Kontrollen stellen sicher, dass:
- die vorgegebene Blockplatzierung (z.B. nach Sub-Kategorien wie Milchalternativen, Fleichalternativen, Käsealternativen) eingehalten wird,
- Preisschilder korrekt am Regal angebracht sind,
- Fehlartikel umgehend im Warenwirtschaftssystem des Marktes nachbestellt werden.
Als inhabergeführter Dienstleister sorgt CreativeShop dafür, dass Ihre Vereinbarungen mit den Zentraleinkäufern auf der Fläche punktgenau umgesetzt werden. Wenn Sie Ihre Feldorganisation entlasten und die Regalpräsenz im Norden sichern möchten, können Sie Ihr Anliegen direkt anfragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist die MHD-Kontrolle bei Plant-based-Produkten im Februar besonders kritisch?
Durch die hohen Liefermengen für den Veganuary im Januar verbleiben im Februar oft Restbestände im Lager oder Kühlelement. Da viele pflanzliche Frischeprodukte eine kurze Restlaufzeit haben, steigt das Abschreibungsrisiko im Februar ohne FEFO-Kontrolle drastisch an.
Wie verhindern Markenhersteller das Verdrängen von Plant-based-Produkten aus dem Planogramm?
Durch regelmäßiges Merchandising vor Ort. Das Nachfass-Personal prüft die Einhaltung der Regallayouts, korrigiert Fehlplatzierungen durch Marktpersonal und stellt sicher, dass Lücken nicht mit Fremdartikeln überbaut werden.
Welche Display-Konzepte funktionieren im Februar am POS am besten?
Im Februar sind impulsegetriebene Zweitplatzierungen für Snacks (Karneval) und High-End-Desserts (Valentinstag) besonders erfolgreich. Wichtig ist eine Platzierung in frequenzstarken Zonen außerhalb des Stammregals.

