Alkoholfrei-Trend im LEH: Strategie für Getränkesortimente
Die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen wächst im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) kontinuierlich. Ob alkoholfreies Bier, entalkoholisierter Wein, Sekt-Alternativen oder alkoholfreie Aperitifs: Konsumenten greifen verstärkt zu gesundheitsbewussten Produkten. Für Category Manager und Vertriebsleiter stellt sich die Frage, wie diese wachstumsstarken Sortimente im Regal strukturiert werden müssen, um Absätze zu maximieren und Warenabschreibungen zu vermeiden.
Marktentwicklung: Alkoholfrei als fester Umsatzbringer
Der Segmentanteil von alkoholfreiem Bier liegt im deutschen Handel mittlerweile bei rund 8 bis 10 Prozent des Gesamtausstoßes. Noch stärkere Zuwächse verzeichnen alkoholfreie Spirituosen-Alternativen und Weine, die in den vergangenen zwei Jahren zweistellige Wachstumsraten erzielten.
Diese Entwicklung verändert die Anforderungen an das Sortimentsmanagement. Verbraucher suchen gezielt nach funktionalen Getränken und Premium-Alternativen. Veraltete Stellplatzschemata führen in vielen Filialen zu Out-of-Stock-Situationen bei Bestsellern oder zu unübersichtlicher Warenpräsentation. Eine systematische Überarbeitung der Regallayouts ist daher zwingend erforderlich.
Planogramm-Optimierung: Struktur im Getränkeregal
Eine durchdachte Platzierung entscheidet darüber, ob Neuentwicklungen vom Kunden wahrgenommen werden und Impulskäufe entstehen. Bei der Anpassung des Planogramms haben sich folgende Maßnahmen in der Praxis bewährt:
- Blockplatzierung statt Streuung: Führen Sie alkoholfreie Alternativen in einem klar abgegrenzten Regalsegment zusammen. Eine reine Einstreuung zwischen klassische Spirituosen oder Biere erschwert die Kundennorientierung.
- Vertikale Sortierung nach Kategorien: Ordnen Sie Produkte vertikal an – beispielsweise alkoholfreie Biere im oberen Drittel, gefolgt von Aperitifs, Weinen und Mixgetränken. Das schafft optische Ruhe.
- Sichtzone für margenstarke Innovationen: Neuheiten und Premium-Produkte gehören in die Sicht- und Griffzone (ca. 120 bis 160 cm Höhe). Produkte des täglichen Bedarfs werden in der Bückzone platziert.
- Klare Leitsysteme: Verwenden Sie Regal-Stopper oder spezifische Scannerschienen-Einleger, um Produkteigenschaften wie „0,0 % Vol.“ oder „zuckerfrei“ auf den ersten Blick sichtbar zu machen.
Operative Exzellenz: MHD-Kontrolle und FEFO-Prinzip
Alkoholfreie Getränke weisen oft eine andere Produktchemie auf als klassische alkoholhaltige Varianten. Da Alkohol als konservierende Komponente fehlt oder reduziert ist, besitzen viele alkoholfreie Weine, Biere und Bio-Erfrischungsgetränke ein kürzeres Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).
In der Praxis führt dies ohne lückenlose Kontrolle schnell zu Altware im Regal. Ein konsequentes FEFO-Prinzip (First Expired, First Out) ist für den Außendienst verpflichtend. Neue Ware muss konsequent hinter ältere Chargen einsortiert werden.
Da dem Filialpersonal im LEH häufig die Zeit für zeitintensive Umräumaktionen fehlt, sichert externer Service den Werterhalt der Ware. Hier übernimmt CreativeShop die fachgerechte Regalpflege vor Ort. Durch exakt getaktete Einsätze stellen wir sicher, dass Planogramme eingehalten, Fehllieferungen aufgedeckt und das MHD lückenlos kontrolliert werden. Informieren Sie sich über unsere Leistungen im Rackjobbing.
Zweitplatzierungen und Aktionsdisplays als Absatztreiber
Neben der Präsenz im Stammregal entscheiden Zweitplatzierungen über den Erfolg neuer Produktlinien. Anlässe wie der „Dry January“, die Frühlings- und Sommergrillsaison oder Festtage bieten ideale Anlässe für den Einsatz von Displays.
Damit Aktionsflächen den gewünschten Uplift erzielen, sind drei Faktoren entscheidend:
- Standortauswahl: Platzieren Sie Displays in hochfrequentierten Zonen, beispielsweise im Bereich der Frischeabteilung, nahe der Kassen oder als Kopfpfplatzierung an Hauptgängen.
- Vollständigkeit: Unvollständige oder beschädigte Displays verlieren sofort an Wirkung. Eine regelmäßige Nachbestückung ist erforderlich.
- Kombinationsplatzierung: Koppeln Sie alkoholfreie Aperitifs mit passenden Tonic Watern oder Snacks, um den Bonwert pro Kunde zu steigern.
Das Außendienst-Team von CreativeShop sorgt dafür, dass Ihre Displays termingerecht aufgebaut, optimal befüllt und nach Aktionsende sauber abgebaut werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie unterscheidet sich das MHD-Management bei alkoholfreien Getränken?
Da der konservierende Alkohol fehlt, ist die Haltbarkeit oft kürzer. Die strikte Einhaltung des FEFO-Prinzips bei der Regalbestückung ist notwendig, um Abschreibungen durch abgelaufene Ware zu vermeiden.
Welche Vorteile bietet Rackjobbing bei Sortimentsumstellungen?
Externe Servicekräfte setzen neue Planogramme filialübergreifend, zeitnah und exakt nach Vorgabe um. Dadurch wird sichergestellt, dass gelistete Produkte sofort verkaufsfähig im Regal stehen.
Wo sind Zweitplatzierungen für alkoholfreie Getränke am wirksamsten?
Besonders wirksam sind Platzierungen in Laufzonen nahe der Kasse, an den Kopfseiten der Getränkegänge sowie in Kombination mit Impulskauf-Sortimenten wie Snacks oder Frischeprodukten.
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