Plant-based im LEH: Regalpflege & Kundenwahrnehmung
Pflanzliche Alternativen haben sich im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und in Drogeriemärkten von der Nische zum festen Umsatzträger entwickelt. Der Markt für vegane und vegetarische Ersatzprodukte wächst kontinuierlich: Allein im Jahr 2023 stieg der Umsatz mit Pflanzendrinks, Fleischalternativen und veganen Milchprodukten in Deutschland um über 10 Prozent. Das erweiterte Sortiment führt jedoch zu erheblichem Druck auf der Fläche. Hersteller und Category Manager stehen vor der Aufgabe, die Vielzahl an Artikeln (SKUs) übersichtlich und verlustfrei im Regal zu führen.
Kurze Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD), schwankende Nachfrage und eine anspruchsvolle Käuferschicht erfordern eine konsequente operative Regalpflege. Wer Umsatzausfälle durch Out-of-Stock-Situationen und hohe Abschreibungen vermeiden will, muss Warenverfügbarkeit, Planogramm-Treue und MHD-Kontrolle systematisch steuern.
Visuelle Führung und Planogramm-Treue am POS
Die Kaufentscheidung bei Plant-based-Produkten fällt größtenteils direkt am Point of Sale (POS). Untersuchungen zeigen, dass rund 70 Prozent der Entscheidungen erst vor dem Regal getroffen werden. Eine unübersichtliche Platzierung, fehlende Preisauszeichnungen oder Lücken führen schnell zum Kaufabbruch oder zum Wechsel auf ein Konkurrenzprodukt.
Für die Kundenwahrnehmung haben sich im LEH zwei grundlegende Platzierungsstrategien etabliert:
- Blockplatzierung: Alle pflanzlichen Alternativen werden in einem eigenständigen Regalbrennpunkt gebündelt. Dies erleichtert Zielkäufern die schnelle Orientierung.
- Integrierte Platzierung: Pflanzliche Alternativen stehen direkt neben den konventionellen Vergleichsprodukten (z. B. Haferdrink direkt neben Vollmilch). Diese Variante spricht verstärkt Flexitarier an, erfordert aber eine deutliche Regalbezeichnung durch Shelf-Stopper oder Farbleitsysteme.
Unabhängig von der Platzierungsform ist die strikte Einhaltung des vorgegebenen Planogramms entscheidend. Falsch einsortierte Artikel oder verdeckte Sichtfenster reduzieren die Aufmerksamkeitsspanne der Käufer messbar. Regelmäßige Regalauditierungen stellen sicher, dass Produktneuheiten korrekt eingesteuert und Zweitplatzierungen auf Aktionsdisplays termingerecht aufgebaut werden.
FEFO und MHD-Kontrolle: Abschreibungen im Kühlregal minimieren
Pflanzliche Frischeprodukte – insbesondere Fleisch- und Käsealternativen auf Basis von Soja, Erbsen oder Erdnuss – weisen oft kürzere Restlaufzeiten auf als konventionelle Produkte. Ein lückenhaftes Regalmanagement führt hier schnell zu verfallener Ware und unnötigen Abschreibungen.
Das konsequente Arbeiten nach dem FEFO-Prinzip (First Expired – First Out) ist im Kühlregal essenziell. Neu gelieferte Ware muss konsequent hinter ältere Bestände einsortiert werden. Im hektischen Filialalltag fehlt dem Marktpersonal jedoch oft die Zeit für diese zeitintensive Handhabung.
Hier setzt professionelles Merchandising an. Spezialisierte Dienstleister wie CreativeShop übernehmen die systematische MHD-Kontrolle direkt am Regal. Durch strukturierte Kontrollintervalle, das rechtzeitige Aussteuern von Altbeständen und das Einleiten von Abverkaufsaktionen lassen sich die Abschreibungsquoten im Kühl- und Trockensortiment signifikant reduzieren.
Rackjobbing als Schlüssel für ständige Warenverfügbarkeit
Out-of-Stock-Raten (OOS) sind bei absatzstarken Plant-based-Artikeln ein bekanntes Problem. Wenn Aktionsware auf Displays innerhalb weniger Stunden ausverkauft ist oder die Hauptplatzierung nicht nachgefüllt wird, geht Umsatz verloren. Die durchschnittliche OOS-Quote im LEH liegt bei rund 8 Prozent – bei stark beworbenen Aktionsartikeln erreicht sie nicht selten Werte über 15 Prozent.
Durch gezieltes Rackjobbing stellen Hersteller sicher, dass ihre Regalflächen und Displays durchgehend optimal bestückt sind. Externe Servicekräfte übernehmen das Auffüllen der Ware, die Nachbestellung sowie den saisonalen Regalumbau. Nutzen Sie unsere Leistungen im Rackjobbing, um Versorgungsengpässe an der Frischetheke und im Kühlregal vorausschauend zu verhindern.
CreativeShop garantiert dabei die verlässliche Umsetzung der Herstellervorgaben im norddeutschen Handel – von der Verkaufsförderung über den Display-Aufbau bis zur lückenlosen Bestandspflege direkt am POS.
Sie möchten die Platzierung Ihrer pflanzlichen Sortimente im Handel optimieren und Abschreibungen reduzieren? Sie können Ihr Projekt bei uns direkt anfragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie beeinflusst die Platzierung von Plant-based-Produkten die Kaufentscheidung?
Eine klare Strukturierung nach Planogramm verkürzt die Suchzeit der Kunden. Blockplatzierungen sprechen gezielt vegane Käufergruppen an, während die integrierte Platzierung neben konventionellen Artikeln vor allem Flexitarier zu Spontankäufen anregt.
Warum ist das FEFO-Prinzip bei pflanzlichen Alternativen besonders wichtig?
Pflanzliche Frischeprodukte verfügen häufig über kürzere Mindesthaltbarkeitszeiten. Die Einhaltung des FEFO-Prinzips stellt sicher, dass Produkte mit kürzerer Restlaufzeit zuerst abverkauft werden, was die Abschreibungsquote im Markt senkt.
Welche Vorteile bietet externes Merchandising für Markenhersteller?
Externes Merchandising entlastet das Marktpersonal und garantiert die Einhaltung von Planogrammen, sauberen Regalfronten sowie korrekten Preisauszeichnungen. Dies senkt die Out-of-Stock-Quote und sichert die Markenpräsenz am POS.

