Saisonware Non-Food: Vom Wareneingang bis zur Präsentation im Dezember 2025
Das vierte Quartal ist für Markenhersteller und den Handel die intensivste Phase des Jahres. Im Dezember 2025 trifft das Spitzenvolumen des Weihnachtsgeschäfts auf Vorbereitungen für den Jahreswechsel. Besonders im Segment Non-Food – von Geschenksets über Dekoration bis hin zu saisonalen Haushalts- und Drogerieartikeln – entscheidet die Geschwindigkeit am Point of Sale (POS) über Umsatz oder Restanten. Wer Flächen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Drogeriemarkt effizient nutzt, sichert sich den Abverkauf im zeitlich eng gesteckten Fenster.
Die Herausforderung im Dezember: Höchstlast am POS
Der Dezember generiert im Non-Food-Bereich bei vielen Warengruppen bis zu 30 Prozent des gesamten Jahresumsatzes. Gleichzeitig stoßen Logistikketten und Marktpersonal an ihre Belastungsgrenzen. Eingetroffene Warenpaletten verbleiben ohne klare Zuordnung im Lager, Zweitplatzierungen werden verspätet aufgebaut und Regallücken entstehen trotz vorhandenen Bestands.
Um Out-of-Stock-Situationen während der umsatzstärksten Tage vor Weihnachten zu vermeiden, ist eine lückenlose Prozesskette erforderlich. Dies beginnt beim gezielten Wareneingang und reicht bis zur planogrammgerechten Bestückung der Verkaufsfläche.
Phase 1: Wareneingang und Vorkontrolle im Markt
Sobald die Saisonware im Markt eintrifft, muss die Vereinnahmung ohne Zeitverzug erfolgen. Im Logistikbereich des Marktes treten dabei häufig folgende Engpässe auf:
- Fehlende Lagerkapazitäten: Anlieferungen blockieren Verkehrswege im Lager.
- Beschädigung von Aktionsdisplays: Transportschäden reduzieren die Stellfläche im Verkaufsraum.
- Fehlende Zuordnung: Aktionsware wird versehentlich als Normalware eingelagert.
Eine direkte Qualitäts- und Vollständigkeitsprüfung bei Anlieferung sichert die Ware ab. Bei Kombinationsartikeln oder Non-Food-Sets, die kosmetische Komponenten enthalten, ist zudem eine streng nach FEFO-Prinzip (First Expired – First Out) ausgerichtete Bestandssortierung notwendig. Ein systematisches Monitoring verringert Schwund und Retourenquoten nach dem 24. Dezember deutlich.
Phase 2: Aufbau, Planogrammtreue und Zweitplatzierung
Im Aktionszeitraum entscheidet die Platzierung über den Abverkauf. Mehr als 60 Prozent der Kaufentscheidungen bei saisonalen Non-Food-Artikeln fallen spontan am POS. Die Platzierung muss daher exakt den Vorgaben der Category Manager entsprechen.
Display-Aufbau nach Herstellervorgabe
Pappdisplays und Sonderplatzierungen müssen stabil, vollständig bestückt und im Kundenlauf positioniert sein. Fehlen Produkte auf dem Display oder ist das Aufbaukonzept fehlerhaft umgesetzt, sinkt die Kaufwahrscheinlichkeit prozentual im zweistelligen Bereich.
Umsetzung am Regal
Neben Zweitplatzierungen gilt es, das Stammregal kontinuierlich nachzufüllen. Zur Vermeidung von Regallücken unterstützt unsere Leistungen im Rackjobbing Markenhersteller dabei, das Regallayout auch in Frequenzspitzen sauber zu halten. Durch externe Servicekräfte wird sichergestellt, dass Aktionsware aus dem Lager direkt auf die Fläche gelangt, wenn das Marktpersonal in der Kundenbetreuung gebunden ist.
In dieser Phase übernimmt CreativeShop die Steuerung vor Ort in Norddeutschland. Dies entlastet den Filialbetrieb und garantiert die planogrammgerechte Präsentation vom ersten Verkehrstag im Dezember an.
Phase 3: Abverkaufssteuerung und Vorbereitung des Jahreswechsels
Ab dem 15. Dezember verschiebt sich der Fokus im Non-Food-Bereich schrittweise. Während Geschenkartikel und Weihnachtsdeko ihren Höhepunkt erreichen, müssen Flächen für Silvesterartikel, Neujahrsaktionen und den anschließenden Inventur- und Sortimentswechsel vorbereitet werden.
- Bestandskontrolle (Tage 15.–20. Dezember): Identifikation von Langsamdrehern. Umverteilung oder Nachbestückung fokusorientiert durchführen.
- Flächenanpassung (24.–27. Dezember): Rückbau von Weihnachtsdisplays, Zusammenfassung von Restmengen auf Aktionsflächen.
- Aufbau Silvester / Jahresabschluss (ab 27. Dezember): Umstellung des Non-Food-Bereichs auf Party-, Feuerwerks- und Reinigungsbedarf für den Jahresbeginn.
Durch diese getaktete Vorgehensweise bleiben Freiflächen nutzbar und der Abverkauf läuft ohne Stillstand weiter.
Fazit und Handlungsempfehlung
Das Saisonsegment Non-Food im Dezember 2025 erfordert Schnelligkeit, Präzision und Verlässlichkeit vor Ort im Markt. Markenhersteller, die sich nicht allein auf die Kapazitäten des Marktes verlassen, sichern ihre Regalpräsenz und sichern ihren Deckungsbeitrag. Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Flächenkonzepte suchen, können Sie Ihr Anliegen bei CreativeShop direkt anfragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie kurzfristig lässt sich ein Displayaufbau im Dezember realisieren?
Die Vorlaufzeit hängt von den Kapazitäten und der Region ab. In der Regel empfiehlt sich eine Planung von 2 bis 4 Wochen vor dem Aktionstermin, um Routen und Personalressourcen in den Märkten optimal abzustimmen.
Warum ist die Kontrolle von FEFO auch bei Non-Food-Sets relevant?
Viele Non-Food-Geschenksets (z. B. Kosmetik-, Pflege- oder Wellness-Sets) enthalten Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdatum. Eine unterlassene FEFO-Kontrolle kann dazu führen, dass abgelaufene Ware auf der Fläche verbleibt, was zu Abschreibungen und Reputationsschäden führt.
Was passiert mit Restbeständen nach dem Weihnachtsgeschäft?
Restbestände werden entweder auf ausgewiesene Aktionsflächen konsolidiert, mit Rabattauszeichnungen versehen oder nach Vorgabe des Herstellers für den Rücktransport im Lager aufbereitet.

