Packaging-Wechsel am Regal: Relaunches im LEH steuern
Die Herausforderung im Dezember: Hohes Kundenaufkommen trifft auf Sortimentswechsel
Im Dezember erreicht die Kundenfrequenz im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und in Drogeriemärkten ihren Jahreshöchststand. Gleichzeitig nutzen viele Markenhersteller den Jahreswechsel, um Produkt-Relaunches, geänderte Rezepturen oder überarbeitete Verpackungsdesigns einzuführen. Im Bereich Non-Food, Drogerie und Haushalt entsteht dadurch ein erheblicher logistischer Druck auf der Fläche.
Wenn neue Verpackungen (Phasing-In) auf Altbestände (Phasing-Out) treffen, führt eine unstrukturierte Umsetzung oft zu Regallücken, doppelten EAN-Fehlern an der Kasse oder dem schleichenden Auslisten von Regalmetern. Das Marktpersonal ist im Weihnachtsgeschäft durch das Auspacken von Aktionsware voll ausgelastet, wodurch planmäßige Sortimentswechsel vernachlässigt werden.
FEFO-Prinzip und EAN-Umstellung beim Packaging-Wechsel
Ein reibungsloser Verpackungswechsel erfordert präzise Vorgaben für das Merchandising auf der Fläche. Folgende operative Faktoren entscheiden über den Erfolg:
- Konsequentes FEFO-Verfahren (First Expired, First Out): Bei Kosmetika und Haushaltschemikalien müssen chargenältere Produkte vor der Neuware abverkauft werden. Bei einem reinen Designwechsel ohne EAN-Änderung drohen Altbestände hinter den neuen Packungen zu versauern.
- EAN-Code-Trennschärfe: Ändert sich mit dem Relaunch auch die EAN-Nummer, darf die Neuware erst nach der Entfernung der Altware im Regal platziert werden. Mischplatzierungen führen zu Bestandsdifferenzen im Warenwirtschaftssystem des Händlers.
- Verhinderung von Restbeständen: Praxisdaten zeigen, dass ohne aktive Regalpflege bis zu 15 % der Altware im Überbau oder im Lager vergessen werden. Dies blockiert Kapital und führt zu unnötigen Abschreibungen zum Jahresabschluss.
Planogrammtreue und Display-Aufbau im Drogeriebereich
Im stark umkämpften Drogerie- und Haushaltssegment entscheiden wenige Zentimeter Blickzone über den Absatzerfolg. Wenn Relaunches mitten im stärksten Umsatzmonat stattfinden, muss die Umsetzung am Point of Sale (PoS) ohne Zeitverzug erfolgen. Die physische Umsetzung neuer Stellpläne (Planogramme) erfordert geschultes Fachpersonal.
Genau an dieser Schnittstelle übernimmt CreativeShop die systematische Ausführung: Vom fachgerechten Display-Aufbau über den Austausch von Regal-Ablagestreifen bis hin zur Kontrolle der Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD).
Ein strukturiertes Rackjobbing stellt sicher, dass Zweitplatzierungen und Aktionsdisplays für das Weihnachtsgeschäft exakt nach Herstellervorgabe aufgebaut und bestückt sind. Stehen Saisonartikel wie Geschenksets neben Relaunch-Produkten, verhindert eine professionelle Regaloptimierung, dass margenstarke Artikel verdeckt werden.
Checkliste für eine fehlerfreie Umsetzung am PoS
Damit der Markenwechsel im Dezember und zum Jahresabschluss reibungslos gelingt, sollten Vertriebsleiter und Category Manager folgende Schritte sicherstellen:
- Lagerbestand prüfen: Genaue Erfassung der Altbestände in Filialen mindestens zwei Wochen vor der Umstellung.
- Klare Abfolge definieren: Abverkauf der Altware gezielt fördern (z. B. durch Sonderplatzierungen), bevor die Neuware eingeräumt wird.
- POS-Materialien synchronisieren: Werbemittel, Wobbler und Regalschienen zeitgleich mit dem Wareneingang aktualisieren.
- Nachbereitung durchführen: Nachsteuerung am Regal innerhalb von 48 Stunden nach dem Stichtag.
Nutzen Sie unsere Leistungen im Rackjobbing, um Kapazitätsengpässe des Filialpersonals auszugleichen und eine 100-prozentige Planogrammtreue in Norddeutschland zu garantieren. Wenn Sie Unterstützung für anstehende Relaunches oder den Jahresabschluss benötigen, können Sie Ihr Projekt direkt anfragen. CreativeShop sichert Ihre Regalpräsenz im Handel praxisnah und zuverlässig.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie wird verhindert, dass Restbestände des alten Packagings im Lager vergessen werden?
Durch systematische Lager- und Regalanalysen vor Ort. Das Merchandising-Team prüft beim Freiräumen der Regalfächer auch die Überbauten und Lagerreserven der Filiale, zieht Altware nach vorne oder führt sie definierten Aktionsflächen zu.
Was passiert mit veralteten POS-Materialien bei einem Packaging-Wechsel?
Veraltete Werbemittel, Shelf-Talker oder Displays werden direkt bei der Regalumstellung demontiert und fachgerecht entsorgt oder nach Herstellervorgabe rückgeführt, um Verwirrung bei Kunden zu vermeiden.
Wie schnell kann ein Sortimentswechsel flächendeckend umgesetzt werden?
Je nach Filialdichte und Region lassen sich Umstellungen in Norddeutschland innerhalb weniger Werktage flächendeckend durchführen. Durch feste Routenpläne wird die Ware direkt nach der Anlieferung am Regal verarbeitet.

