Listungsstart begleiten: Vom Wareneingang zum optimalen Facing
Im Juni 2025 erreicht das Sommergeschäft im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und in den Drogeriemärkten seinen ersten Höhepunkt. Während der Fokus im Markt häufig auf stark drehenden Sommerkategorien wie Getränken und Speiseeis liegt, stehen Hersteller von Non-Food-Artikel, Drogerieprodukten und Haushaltwaren vor einer konkreten Herausforderung: Neue Gelistungsartikel müssen exakt zum vereinbarten Stichtag im Regal stehen. Hohe Kundenfrequenz nützt wenig, wenn die Ware im Lager blockiert ist oder Falschplatzierungen die Abverkäufe bremsen.
Die kritische Nadelöhr-Phase beim Wareneingang
Ein gelungener Listungsstart entscheidet sich an den ersten zwei bis drei Tagen nach der Anlieferung. In der Praxis verbleiben Neuheiten nach dem Wareneingang oft 48 bis 72 Stunden auf Paletten im Marktlager, da Marktfilialen in Spitzenzeiten vorrangig Aktionsware im Food-Bereich verräumen.
Um Out-of-Stock-Situationen zum Werbeanlauf zu vermeiden, ist eine zeitnahe Umlagerung von der Rampe in die Verkaufsfläche erforderlich. Dienstleister prüfen vor Ort, ob die Ware vollständig eingetroffen ist, schließen Verstockungen im Lager aus und bringen die Produkte unverzüglich auf die Verkaufsfläche.
Umsetzung nach Planogramm und FEFO-Prinzip
Auf der Verkaufsfläche zählt die exakte Umsetzung der Herstellervorgaben. Abweichungen vom vereinbarten Planogramm verringern die Sichtbarkeit des Produkts und führen zu Verwirrung beim Verbraucher.
Folgende Schritte sind bei der Platzierung einzuhalten:
- Planogramm-Treue: Einhalten der vorgegebenen Facings und Regalmeter. Ein zusätzliches Facing erhöht die Aufmerksamkeit nachweisbar um bis zu 15 Prozent.
- FEFO-Prinzip (First Expired, First Out): Auch im Non-Food- und Kosmetikbereich (z. B. Sonnenschutzmittel, Insektenschutz oder saisonale Reinigungsmittel) besitzen viele Produkte eine begrenzte Haltbarkeit oder saisonale Relevanz. Ältere Chargen müssen systematisch nach vorne gerückt werden.
- Preisauszeichnung: Kontrolle der korrekten SES (Elektronische Regaletiketten) oder Papierschilder. Fehlende Preise führen zu Kaufabbrüchen an der Verkaufsstelle.
In diesem Prozess übernimmt CreativeShop die physische Regalbestückung und stellt sicher, dass Spezifikationen der Zentrale in jeder Filiale maßstabsgetreu umgesetzt werden. Wenn Sie diese Prozesse auslagern möchten, finden Sie hier unsere Leistungen im Rackjobbing.
Zweitplatzierungen und Displays im Sommergeschäft
Neben der Erstplatzierung im Hauptregal sichern Zweitplatzierungen im Juni das nötige Impulskauf-Volumen. Sonderdisplays für Haushalts- oder Hygieneartikel stehen im Sommer in direkter Konkurrenz zu Getränke-Aufbauten. Werden Displays nicht fachgerecht aufgebaut oder unvollständig bestückt, geht wertvolle Fläche verloren.
Ein strukturierter Display-Aufbau umfasst:
- Vollständigkeitsprüfung: Kontrolle von Displaykorpus, Topper und Ware auf Transportschäden.
- Strategische Positionierung: Platzierung an frequenzstarken Knotenpunkten gemäß Freigabe der Marktleitung.
- Laufende Nachbestückung: Mindestens zwei Kontrollgänge pro Woche in den ersten 14 Tagen nach Listungsstart.
Kennzahlen und Qualitätskontrolle am POS
Ein erfolgreicher Listungsstart endet nicht mit dem Einräumen der Ware. Die Erfassung transparenter POS-Daten zeigt Fehlentwicklungen frühzeitig auf. Wichtige Kennzahlen sind die OOS-Quote (Out-of-Stock), die Einhaltungsquote des Planogramms sowie die Fotodokumentation des IST-Zustands.
CreativeShop sichert durch regionale Teams in Norddeutschland kurze Wege und schnelle Reaktionszeiten bei Fehlbeständen oder Umplatzierungen im Markt. Sie möchten den kommenden Listungsstart im LEH oder Drogeriemarkt professionell absichern? Sie können Ihr Projekt bei uns direkt anfragen.
FAQ
Wie schnell kann eine Regalplatzierung nach Anlieferung umgesetzt werden?
In der Regel erfolgt die Bestückung innerhalb von 24 Stunden nach Wareneingang im Markt, um Verzögerungen im Abverkauf zu vermeiden.
Was passiert bei Abweichungen vom vereinbarten Planogramm?
Das Servicepersonal korrigiert Falschplatzierungen direkt vor Ort, stellt die vereinbarte Facing-Anzahl her und dokumentiert die Regalsituation per Foto.
Ist das FEFO-Prinzip auch bei Drogerie- und Non-Food-Artikeln notwendig?
Ja, bei Produkten mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) oder saisonalen Varianten (z. B. Sommer-Editionen) verhindert das FEFO-Prinzip Altbestände und Abschreibungen.

