Saisonware Non-Food: Vom Wareneingang bis zur Präsentation
Im April trifft im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und in Drogeriemärkten das Ostergeschäft auf den Start der Frühjahrssaison. Für Category Manager und Vertriebsleiter bedeutet dieser Zeitraum eine erhebliche logistische Herausforderung: Innerhalb eines engen Zeitfensters von wenigen Wochen müssen große Mengen an Non-Food-Saisonware – von Osterdekoration und Aktionskosmetik bis hin zu Garten- und Grillzubehör – fehlerfrei auf die Verkaufsfläche gebracht werden. Eine Verzögerung der Platzierung um nur drei Tage kann im saisonalen Non-Food-Bereich zu Umsatzeinbußen von 15 bis 20 Prozent führen, da spontane Kaufimpulse ungenutzt verstreichen.
1. Wareneingang und Prüfung: Grundlagen für fehlerfreie Prozesse
Der Prozess beginnt an der Rampe des Marktes. Sobald Frühlings- und Osterware eintreffen, ist eine strukturierte Sicht- und Vollständigkeitsprüfung erforderlich. Neben Transportschäden gilt es bei verpackten Non-Food-Artikeln mit begrenzter Haltbarkeit – wie saisonalen Pflegesets, Duschgelen oder Reinigungsartikeln – das FEFO-Prinzip (First Expired, First Out) konsequent anzuwenden.
Ein Praxisbeispiel aus dem Drogeriesegment: Spezielle Oster-Geschenksets enthalten häufig Kosmetika mit eingeschränkter Haltbarkeit nach dem Öffnen. Werden Altbestände aus früheren Lieferungen im Lager hinter neuer Ware blockiert, entstehen vermeidbare Abschreibungen. Ein lückenloses Wareneingangsprotokoll und die direkte Kennzeichnung der Umkartons schaffen Transparenz für das Marktpersonal und externe Dienstleister.
2. Display-Aufbau und Planogrammtreue am PoS
Die Osterzeit ist durch eine hohe Dichte an Zweitplatzierungen geprägt. Viertelpaletten (1/4 CHEP) und Sonderdisplays konkurrieren in den Hauptgängen um die Aufmerksamkeit der Kundschaft. Die Herausforderung besteht darin, Displays exakt gemäß Herstellervorgaben (Planogramm) und vollständig bestückt in den Verkaufsraum zu integrieren.
Häufig fehlt dem Marktpersonal in Stoßzeiten die Kapazität für den fachgerechten Display-Aufbau. An dieser Stelle übernimmt CreativeShop die professionelle Montage und Bestückung direkt am PoS. Durch vorgegebene Platzierungsstandards wird gewährleistet, dass Aktionsware termingerecht zum Start der Werbekampagne verkaufsfertig steht.
Empfehlungen für den Aufbau von Saison-Displays:
- Platzierung in Laufrichtung der Kunden, bevorzugt an Kopfplatzierungen oder im Übergang von Frischeabteilungen zu Drogeriewaren.
- Beachtung der Griffhöhe: Impulsartikel gehören in eine Höhe von 1,00 m bis 1,40 m.
- Vollständige Preiszeichnung: Fehlende Preisauszeichnungen reduzieren die Kaufquote am Display um bis zu 30 Prozent.
3. Laufende Regalpflege und Out-of-Stock-Vermeidung
In den zwei Wochen direkt vor Ostern steigen die Kundenfrequenzen stark an. Lücken im Regal oder in den Zweitplatzierungen führen zu direkten Abverkaufsverlusten. Eine kontinuierliche Regalpflege stellt sicher, dass vergriffene Artikel sofort aus dem Überstock nachgefüllt werden.
Erfahrungen zeigen, dass bei Saisonware eine tägliche Kontrolle der Regallücken erforderlich ist. Zudem müssen im Frühjahr erste Sonnenschutz- und Outdoor-Produkte eingeräumt werden, was zusätzlichen Platzbedarf schafft. Nutzen Sie unsere Leistungen im Rackjobbing, um Engpässe in vertriebsstarken Wochen systematisch zu vermeiden und die Regalverfügbarkeit durchgehend über 98 Prozent zu halten.
4. Saisonauslauf und geordnete Nachbereitung
Direkt nach den Feiertagen muss die Verkaufsfläche ohne Zeitverlust auf das Frühlings- und Sommergeschäft umgestellt werden. Nicht verkaufte Osterware wird nach einem festgelegten Schema reduziert, umgelagert oder als Retoure erfasst. Eine saubere Dokumentation der verbliebenen Bestände bildet die Datenbasis für die Mengenplanung des Folgejahres. Wenn Sie Unterstützung bei der saisonalen Flächenoptimierung und Regalpflege suchen, können Sie direkt anfragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann sollte der Aufbau von Non-Food-Osterdisplays im LEH beginnen?
Der optimale Zeitpunkt liegt drei bis vier Wochen vor dem Ostersonntag. Damit werden sowohl frühzeitige Gelegenheitskäufe als auch der Hauptansturm in der Karwoche vollständig abgedeckt.
Wie wird die Planogrammtreue bei Aktionsware sichergestellt?
Die Einhaltung von Planogrammen erfolgt durch klare Aufbaurichtlinien, eine Fotodokumentation nach dem Aufbau und regelmäßige Audits durch geschultes Außendienstpersonal.
Was geschieht mit unverkaufter Saisonware nach den Feiertagen?
Unverkaufte Aktionsware wird nach Ostern über definierte Preisnachlässe abverkauft, auf zentrale Restantenflächen zusammengezogen oder gemäß Vereinbarung an den Lieferanten retourniert.

