Bio-Produkte am POS: Regionale Ware im LEH erfolgreich platzieren
Der Markt für regionale Bio-Produkte im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) wächst stetig, stellt Hersteller und Vertriebsleiter jedoch vor logistische und operative Herausforderungen. Qualitätsbewusste Endverbraucher verlangen Frische und Transparenz, während Handelsketten hohe Kennzahlen bei Flächenproduktivität und Warenumschlag einfordern. Eine durchdachte POS-Strategie entscheidet darüber, ob sich lokale Marken dauerhaft im Regalsortiment etablieren oder als Ladenhüter enden.
Zweitplatzierungen und Displays: Sichtbarkeit für regionale Produkte schaffen
Zweitplatzierungen bieten die effektivste Möglichkeit, regionale Bio-Ware außerhalb des verstopften Stammsortiments sichtbar zu machen. Daten aus dem Handel belegen, dass gezielte Displayplatzierungen im Hauptkundenstrom den Abverkauf um 20 bis 30 Prozent steigern können.
Bei regionalen Artikeln gilt es, die Herkunft optisch klar abzugrenzen. Displays in Holzoptik oder mit deutlichen regionalen Hinweisen unterscheiden das Produkt auf den ersten Blick von konventioneller Massenware.
Wichtige Kriterien für den Display-Aufbau:
- Positionierung: Platzierung in Kopfregalen, Aktionszonen oder der Obst- und Gemüseabteilung mit hoher Frequenz.
- Standardisierung: Begrenzung der Displaygrößen auf marktübliche Maße (z. B. Chep-Viertelpalette), um die Akzeptanz beim Marktpersonal zu maximieren.
- Preisauszeichnung: Lückenlose und korrekte Preisauszeichnung direkt am Display. Abweichungen zwischen Regal und Kasse führen zu sofortigen Kaufabbrüchen.
Frischegarantie durch lückenlose MHD-Kontrolle und das FEFO-Prinzip
Bio-Produkte weisen häufig kürzere Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) auf, da auf synthetische Konservierungsstoffe verzichtet wird. Verfallsverluste mindern die Marge des Marktes und führen bei Wiederholung schnell zur Auslistung der Marke.
Die konsequente Anwendung des FEFO-Prinzips (First Expired, First Out) ist hierbei zwingend erforderlich. Bei jedem Nachbestücken muss die Ware mit der kürzeren Restlaufzeit nach vorne gezogen werden. In der Handelspraxis fehlt dem Filialpersonal dafür jedoch oft die Zeit. Wenn die Retourenquote über 3 Prozent steigt, drohen erhebliche Ertragseinbußen.
Ein externer Regalservice stellt sicher, dass Chargen systematisch rotiert werden. So werden Altbestände rechtzeitig erkannt und können vor Ablauf durch gezielte Zweitplatzierungen oder Rabattierungen abverkauft werden.
Planogramm-Einhaltung und kontinuierliche Regalpflege
Der beste Stellplatz nützt wenig, wenn Fehlartikel (Out-of-Stock) nicht rechtzeitig aufgefüllt werden. Die durchschnittliche Out-of-Stock-Quote im LEH liegt bei 8 bis 10 Prozent – bei Aktionsware liegt dieser Wert stellenweise noch höher. Jede Regal-Lücke bedeutet direkten Umsatzverlust und schwächt die Kundenloyalität.
Um Out-of-Stock-Situationen zu vermeiden und vereinbarte Planogramme lückenlos umzusetzen, setzen erfolgreiche Marken auf professionelles Merchandising.
Als erfahrener Dienstleister für den norddeutschen LEH übernimmt CreativeShop die physische Regalpflege, Platzierungskontrolle und den Displayaufbau direkt am Point of Sale. Wenn Sie Ihre Präsenz im Markt sichern möchten, informieren wir Sie gerne über unsere Leistungen im Rackjobbing.
Durch regelmäßige Service-Intervalle wird garantiert, dass:
- Produkte exakt nach Vorgabe (Facings, Blockplatzierung) angeordnet sind,
- Regallücken umgehend aus dem Überlager aufgefüllt werden,
- Fremdartikel aus dem eigenen Regalbereich konsequent entfernt werden.
Controlling und Kennzahlen am POS
Ein erfolgreiches POS-Management basiert auf harten Fakten. Category Manager und Vertriebsleiter sollten folgende Kennzahlen mindestens monatlich auswerten:
- Facing-Anzahl: Anteil der eigenen Facings im Vergleich zur direkten Konkurrenz.
- Planogrammtreue: Prozentuale Übereinstimmung der Ist-Platzierung mit der Soll-Vorgabe.
- Abschreibungsquote: Verlustrate durch abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdaten.
Sollte die Umschlaggeschwindigkeit unter den Soll-Wert fallen, müssen unverzüglich Maßnahmen wie Verkostunginseln, Handzettel-Promotions oder Korrekturen an der Regalposition eingeleitet werden.
Fazit
Die erfolgreiche Platzierung regionaler Bio-Produkte im LEH erfordert Sorgfalt, Verlässlichkeit und ständige Präsenz auf der Fläche. Hersteller, die Warenrotation, Display-Aufbau und Regalpflege nicht dem Zufall überlassen, sichern sich dauerhafte Listungen und steigern ihre Flächenproduktivität nachhaltig. CreativeShop unterstützt Sie dabei mit geschultem Fachpersonal in Norddeutschland. Wenn Sie Ihre Kennzahlen am POS verbessern wollen, können Sie bei uns direkt anfragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie erhöht man die Erstverkaufsrate von regionalen Bio-Artikeln?
Durch prominente Zweitplatzierungen im Eingangsbereich oder der Frischeabteilung sowie durch klare Herkunftskennzeichnungen direkt am Display, die dem Verbraucher den regionalen Mehrwert sofort vermitteln.
Warum ist das FEFO-Prinzip bei Bio-Produkten besonders kritisch?
Da Bio-Lebensmittel oft ohne Konservierungsstoffe hergestellt werden, haben sie kürzere Restlaufzeiten. Mangelnde Warenrotation führt schnell zu MHD-Abläufen, Retouren und Minderung der Händlermarge.
Wie stellt man die Einhaltung von Planogrammen im LEH sicher?
Durch den Einsatz spezialisierter Außendienstmitarbeiter oder externer Rackjobber, welche die Märkte regelmäßig anfahren, Nachbestückungen durchführen und die vereinbarte Platzierung kontrollieren.

