Listungsstart im LEH: Vom Wareneingang zum perfekten Facing
Der November 2024 stellt den Einzelhandel vor erhebliche logistische Herausforderungen. Durch das Aufeinandertreffen von Vorweihnachtsgeschäft und impulsstarken Aktionszeiträumen wie Black Friday steigt die Frequentierung im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und in Drogeriemärkten drastisch an. Für Markenhersteller im Segment Non-Food sowie Drogerie und Haushalt entscheidet der Listungsstart neuer Produkte in diesen Wochen über den Gesamterfolg des Quartals. Eine gelungene Listung endet jedoch nicht mit der Anlieferung an der Rampe, sondern erfordert die lückenlose Betreuung bis ins Verkaufsregal.
Engpass Wareneingang: Die ersten 48 Stunden nach Anlieferung
In den umsatzstarken Wochen vor Weihnachten sind die Lagerflächen der Märkte maximal ausgelastet. Gelieferte Einheiten – ob Aktionsdisplays für Black Friday oder neue Dauerlistungen im Haushaltsbereich – verbleiben häufig im Wareneingang, da Marktpersonal primär mit der Wiederbeschaffung von Schnelldrehern gebunden ist.
Studien zur Regalverfügbarkeit zeigen, dass bis zu 30 Prozent der Fehlartikel im Regal auf verzögerte Verräumung im Markt zurückzuführen sind, nicht auf fehlende Ware im Lager. Wenn Aktionsware nicht am Stichtag auf der Fläche steht, verpuffen teure Werbekampagnen ins Leere.
Bei der Einlagerung und Verräumung gilt zudem das FEFO-Prinzip (First Expire, First Out) – eine Regelung, die nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei befristet haltbaren Drogerieartikeln (z. B. Kosmetika, Spezialreiniger mit Wirkstoffen) konsequent angewendet werden muss. Altbestände müssen vor der Neuware platziert werden, um Abschreibungen zu verhindern.
Planogrammtreue und Facing im Drogeriemarkt
Nach dem physikalischen Weg ins Regal bestimmt die Positionierung den Durchsatz. Drogeriemärkte und LEH-Filialen arbeiten mit detaillierten Planogrammen. Die Realität auf der Fläche weicht jedoch ohne externe Kontrolle oft ab:
- Falsche Regalzonen: Produkte werden in der Reck- statt in der Sichtzone platziert.
- Fehlendes Facing: Artikel werden mit zu wenigen Fronten eingeordnet, wodurch die visuelle Präsenz sinkt.
- Nicht beachtete Zweitplatzierungen: Aufsteller für Sonderaktionen stehen blockiert in Nebengängen.
Als spezialisierter Dienstleister stellt CreativeShop sicher, dass vereinbarte Planogramme im Markt exakt umgesetzt werden. Durch die Anpassung des Facings direkt am POS wird die Sichtbarkeit neuer Produkte maximiert. Ein Vorratszuwachs von zwei auf vier Facings kann den Abverkauf im Drogeriebereich nachweislich um bis zu 20 Prozent steigern.
Out-of-Stock verhindern: Rackjobbing als Erfolgsfaktor
Gerade in der Vorweihnachtszeit führen personelle Engpässe im Handel zu Lücken im Regal. Wenn eine Listung erfolgreich anläuft, führt dies ohne kontinuierliche Nachbelegung rasch zu Out-of-Stock-Situationen. Kunden weichen in diesem Fall sofort auf Wettbewerbsprodukte aus.
Durch externes Merchandising wird dieser Schwachstelle begegnet. Erfahrene Außendienstteams übernehmen die regelmäßige Regalpflege, überprüfen das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und sorgen für den fachgerechten Aufbau von Displays.
Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen im Rackjobbing und wie wir Ihre Präsenz im Handel sichern.
Checkliste für Ihren Listungsstart im November 2024
Damit Ihr Produktstart im Drogerie- und Non-Food-Segment reibungslos verläuft, sollten folgende Schritte sichergestellt sein:
- Terminüberwachung Wareneingang: Kontrolle der pünktlichen Anlieferung vor Aktionsbeginn (z. B. Black Friday).
- Display-Montage: Fachgerechter Aufbau von Sonderplatzierungen am vorgegebenen Placement.
- Regaloptimierung: Abgleich der Ist-Situation mit dem Soll-Planogramm inkl. Korrektur der Facings.
- Bestandspflege: Durchführung von MHD-Kontrollen und Sicherstellung der FEFO-Einhaltung.
- Reporting: Fotodokumentation und Kennzahlenerfassung direkt von der Fläche.
Bei Engpässen in der Umsetzung unterstützt CreativeShop Markenhersteller direkt auf der Fläche in Norddeutschland. Wenn Sie Unterstützung für Ihre Regalpflege und Display-Aktionen benötigen, können Sie Ihr Projekt direkt anfragen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie schnell kann der Display-Aufbau zur Vorweihnachtszeit realisiert werden?
Der Aufbau von Aktionsdisplays erfordert einen Vorlauf von meist 5 bis 10 Werktagen für die Routenplanung. In umsatzstarken Phasen wie dem November empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung, um Stichtage wie Black Friday punktgenau abzudecken.
Was passiert bei Abweichungen vom vereinbarten Planogramm?
Abweichungen werden vor Ort dokumentiert und unmittelbar korrigiert. Die Ware wird gemäß der Absprache mit der Marktleitung in die vereinbarte Regalzone und mit der festgelegten Anzahl an Facings gebracht.
Warum ist das FEFO-Prinzip bei Non-Food- und Drogerieartikeln relevant?
Auch Non-Food-Produkte wie Haushaltschemikalien, Batterien oder Kosmetik unterliegen Alterungsprozessen und Mindesthaltbarkeiten. Die Anwendung von FEFO schützt vor Altbeständen im hinteren Regalbereich und verhindert unverkäufliche Ware.

